Mikis Weber

Vom sozialen Jahr in Thailand zum gefeierten Musiker in Myanmar: Eine Geschichte über unerwartete Wege, Verbundenheit und die Erfahrung, nach einem radikalen Umbruch ganz neu anzufangen.

Ein freiwilliges soziales Jahr führt Mikis Weber mit 18 Jahren an die Grenze zwischen Thailand und Myanmar. Er arbeitet mit Prostituierten und Kindersoldaten, lebt mitten unter burmesischen Geflüchteten – und beginnt, ihre Sprache zu lernen.

Zurück in Deutschland passiert etwas Ungewöhnliches: Mikis fängt an, auf Burmesisch zu rappen. Das spricht sich herum, und schließlich wird er eingeladen, bei einem Festival in Myanmar vor Zehntausenden Menschen aufzutreten. Fast über Nacht wird er dort zum Star. Er gibt Konzerte, modelt, dreht Filme und kann sich bald kaum noch unerkannt auf der Straße bewegen.

Doch 2021 verändert der Militärputsch alles. Mikis verlässt Myanmar schweren Herzens und muss sich erneut ein Leben in Deutschland aufbauen. Die enge Verbindung zu dem Land und zu seinen Freunden bleibt – ebenso wie die Sorge um die Menschen, die dort zurückgeblieben sind.

Seine Geschichte erzählt von einem Lebensweg, den man kaum hätte planen können: davon, sich auf eine fremde Welt wirklich einzulassen, darin etwas Eigenes zu entdecken – und nach einem schmerzhaften Bruch wieder neu anzufangen.

Mikis war mein Gast beim Talkabend im Universum® – „Gespräche über sinnstiftendes Leben und Arbeiten“. In unserem Gespräch ging es um ungewöhnliche Lebenswege, Zugehörigkeit, Verlust und die Frage, wie wir unseren eigenen Weg weitergehen, wenn das Leben plötzlich eine völlig andere Richtung nimmt.

Talkabend im Universum Bremen
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Mikis Weber im Gespräch mit Nicole Buchholz über seinen außergewöhnlichen Lebensweg zwischen Deutschland und Myanmar

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